Tagesworkshop „GöttinenGewässer“
Komme in deinen heiligen Fluss. Slawische Frauengymnastik und sakrale weibliche Praktiken mit Victoria Vesta
Montag, 27. April 2026
Kunsthaus Eibenstock
Im Rahmen dieses Tagesworkshops erlernen wir alle Grundpositionen der slawischen Frauengymnastik „Die Kraft der Hüterin“ (Autorin: Ksenija Silaeva) und gehen am Rande auch auf das System „Stehendes Wasser“ des Wiederentdeckers der Gymnastik, Genadij Adamowitsch, ein. Wir erforschen die sakralen Bedeutungen der einzelnen Bewegungen. Einige der 27 Positionen werden wir kombinieren bzw. variieren mit Elementen aus den Tempeltänzen und weiblicher Alchemie, um die Energien zu verstärken, die jeder Stellung zugrunde liegen.
Der Tanz als eine sakrale Praktik, als ein Gebet in Bewegung gehört neben solchen Tätigkeiten wie Weben, Nähen. Kräuterkunde etc zu den ältesten magischen urweiblichen Praktiken. Unsere Körperin ist dabei ein Tempel, dessen Architektur ursprünglich als vollkommene Form angelegt ist.
Und doch leben wir oft in dieser Körperin, vollkommen abgeschnitten von ihren Zyklen, Botschaften an uns und ihrer tiefen archaischen Weisheit. Mit angespannten Hüften, Verschiebungen im Becken und in der Gebärmutter, mit einer müden Wirbelsäule und unbeweglichen Gelenken – und haben dabei vergessen, dass unser Körper aus Energie in Bewegung gewoben ist.
Viele der Bewegungssysteme wie Yoga, QuiGong etc. sind dabei nicht auf unser weibliches Hormonsystem und unsere sakrale weibliche Architektur abgestimmt. Sie sind von Männern entwickelt und auf das männliche Energiesystem ausgerichtet.
GöttinenGewässer ist eine im Entstehungsprozess begriffene Praxis. Sanft und zugleich tief öffnet sie unsere Körperin und richtet sie nach dem sakralen Bild ihrer ursprünglichen, göttlichen Geometrie, aktiviert unsere wieblichen Säfte und bringen unsere Faszien und Gelenke durch wellenförmige Bewegungen zum Fließen.
Die Grundreihen der slawischen Frauengymnastik werden dabei kombiniert und variiert mit den Körperhaltungen, Mudras, Mantras, Chanten und Beckenbodenübungen aus dem Tempeltanz und der weiblichen Alchemie, um die Energien zu verstärken, die den 27 Stellungen der slawischen Frauengymnastik zugrunde liegen. Gleichzeitig erforschen wir die sakralen Bedeutungen der einzelnen Bewegungen.
Auf dieser Grundlage entwickeln sich individuelle Schlüssel, durch die jedes Weib ein tieferes Verständnis für die Alchemie dieser Bewegungspraxis gewinnt und eigene Zugänge entfalten kann. Das vordergründige Ziel ist es, jene Grundcodes zu vermitteln, mit deren Hilfe das schlafende Gedächtnis der eigenen Körperin aktiviert wird – und das Weib jene sakralen Bewegungen wiederfindet, die die Frauen ihrer Blutslinie über Jahrtausende hinweg ausgeführt haben, sodass der ureigene Tanz wieder erwachen kann.
Dieser Weg richtet sich an Weiber
- die die wundervolle urweibliche Praktik der slawischen Frauengymnastik kombiniert mit Tempeltänzen kennenlernen möchten
- die die slawische Frauengymnastik vertiefen und ihre neuen Dimensionen erfahren möchten
- die ihren ureigenen und individuellen Zugang zur slawischen Frauengymnastik finden möchten
- die lernen möchten, wie man mit sakralen Bewegungen den Hormonhaushalt reguliert und die Sinnlichkeit erweckt
- die spüren, dass ihr Tanz mit dem Leben leiser geworden ist und die bereit sind, ihren Körper nicht zu optimieren, sondern ihn sanft auszurichten möchten: als Raum für die Seele, als lebendigen Tempel, in dem Energie wieder frei, klar und kraftvoll fließen darf.
Preise und Tickets
Die Tickets sind ausschließlich im Vorverkauf erhältlich, wir haben keine Kasse vor Ort.
Preis bis 20. Februar 2026 nur 145 €, danach 150 €
Wann
Montag, den 27. April 2026
08:00 – 12:00 Uhr Teil 1
12:00 – 13:00 Uhr Pause
13:00 – 18:00 Uhr Teil 2
Wo
Kunsthaus Eibenstock, Ludwig-Jahn-Str. 12, 08309 Eibenstock (Karte bei Google Maps)
Übernachtung
Bei rechtzeitiger Buchung sind Übernachtungen im Kunsthof Eibenstock möglich, bitte direkt anfragen.
Vorstellung
Mein Name ist Victoria Vesta, ich bin 43 Jahre alt und Mutter einer süßen fünfjährigen Tochter.
Manche kennen mich aus dem Bereich des energiebewahrenden Nähens. Im Zuge der intensiven Auseinandersetzung mit meinen ostslawischen Wurzeln stieß ich auf einen immensen spirituellen und kulturellen Nachlass unserer Ahninnen und Ahnen auf dem eurasischen Kontinent.
In den vergangenen Monaten vollzog sich – ausgelöst durch die vielen von mir geleiteten Nähkurse mit hunderten von Frauen – ein spürbarer Paradigmenwechsel. Dieser bewog mich dazu, insbesondere jene weiblichen Künste zu erforschen, die in Ländern wie Russland, der Ukraine und Weißrussland überlebt haben, und sie in den deutschsprachigen Raum zu tragen.
Dabei wurde mir klar, dass unsere Großmütter vor allem Handwerk und Tanz als archaische, urweibliche und zutiefst magische Praktiken nutzten, um sich selbst und ihr Umfeld zu heilen und zu harmonisieren. Tanz und sakrale Bewegungen, wie wir sie in allen Hochkulturen finden – ob in Ägypten, Indien, China oder Südamerika –, sind hierzulande weitgehend in Vergessenheit geraten. Durch die zahlreichen Hexenverfolgungen, insbesondere in den deutschen Landen, wurden sie tief verschüttet und aus dem kollektiven Gedächtnis verdrängt.
Meine Reise mit den Tempeltänzen begann vor etwa acht Jahren in Thailand an einer Tantra-Yoga-Schule. Vor rund fünf Jahren begegnete ich meiner Lehrerin Zola Dubnikova, die mich noch tiefer in das Mysterium des Tanzes als Gebet initiierte. Die „Entdeckung“ der slawischen Frauengymnastik war schließlich das i-Tüpfelchen – jenes fehlende Element, durch das sich in mir ein ureigenes Bewegungssystem GöttinenGewässer formieren konnte.
Dieses System hilft mir nicht nur, abzuschalten, sondern bringt eine tiefe Magie in mein Leben: Es unterstützt die Regulation meines Hormonhaushalts und schenkt mir im hektischen Alltag jene kostbaren Momente, in denen ich mich mit den himmlischen Sphären verbinden kann.
Ich freue mich daraf, mit Dir in die GöttinenGewässer einzutauchen.